Kirsche – Wildkirsche – Sauerkirsche

Hättest Du gewusst, dass Kirschen als Heilpflanze eingesetzt werden können und in der Vergangenheit auch tatsächlich verwendet wurde?
Und nicht nur als Heilmittel wurden die heimischen Kirschenarten eingesetzt. Vom Färben über Lebensmittelverschönerung bis hin zur Tintenproduktion fanden die Pflanzenteile Anwendung.

Heilkräftige Pflanzenteile der Kirsche

  • Knospen
  • Früchte und der rote Kirschsaft
  • Kirschgummi
  • Blüten
  • junge Blätter

Kirschtriebe Gemmotherapie

Wirkung der Kirsche als Heilmittel

  • entwässernd
  • entzündungshemmend
  • Senkt Harnsäure
  • Blutdruckstärkend
  • Hustenreizlindernd
  • vielleicht auch anti-viral
  • schlaffördernd
  • antioxidativ also krebshemmend
Kirschrinde
Der Tee der Kirschrinde soll eine Wirkung bei Bronchitis haben…

Gicht und Arthritis

Bestimmte Inhaltsstoffe ( konkret Anthozyane ) zeigen eine entzündungshemmende Wirkung. Dies trifft ganz besonders auf die Sauerkirsche zu. Es gibt Studien die uns zeigen, dass Kirschen als Vorsorge sinnvoll ist, aber auch bei Auftreten von Gicht und Arthritis gute Dienste leistet. Es ist die Kombination aus entzündungshemmenden Substanzen und der Senkung des Harnsäure-Gehalts die Kirschen insbesondere die Sauerkirsche eben bei Gicht und Arthritis auszeichnen.

Um mich mit den positiven Eigenschaften der Sauerkirsche über das ganze Jahr zu versorgen nutze ich Sauerkirsch-Trockenfrüchte
Bei akuten Beschwerden und Erkrankungen spricht bitte mit Deinem Arzt oder Heilpraktiker – es gibt auch hochdosierte Extrakte. Für die Vorsorge sind diese aber nicht nötig oder sinnvoll.

Blutarmut alias Anämie

Der rote Saft der Kirsche kann bei niedrigen Blutdruck und „Blutarmut“ eingesetzt werden. Blutarmut sollten wir aber besser Anämie nennen, damit sich Mediziner nicht die Haar raufen müssen. Es handelt sich dabei um einen Mangel roten Blutkörperchen bzw. Hämoglobin. Viele rote Säfte – so auch Kirschsaft hilft beim Aufbau von Blutfarbstoff. Doch Vorsicht – Wir müssen uns aber auch über die Ursache der Blutarmut Gedanken machen und diese herausfinden.

Halsschmerzen & Husten

Kirschen produzieren bei Verletzungen Gummi um die Wunde zu verschliessen. Du kennst das Prinzip sicher von Nadelbäumen, die dafür Harze verwenden. Oft wird daher auch der Ausfluss der Kirschenarten fälschlicherweise als Harz bezeichnet. Tatsächlich ist es aber Gummi. Du kannst das selbst ausprobieren. Kirschgummi löst sich in Wasser auf. Harze tun das nicht. Aber genug mit dieser Haarspalterei – Dich interessiert wahrscheinlich die Anwendung und Verwendung mehr.

Der Gummi hat eine reizlindernde und leicht desinfizierende Wirkung. Also entweder als Stück im Mund lutschen, in einer Tasse mit kochenden Wasser übergießen und als Kirsch-Gummi-Tee warm trinken oder aber in Wein ansetzen. Letztere Anwendung hat auch einen kulinarischen Wert, aber bei Schmerzen ist das ja nicht so wichtig…
Manche ältere Quellen sprechen dem Gummi auch eine antivirale Wirkung zu.

Kirschharz

Übrigens – der Gummi von Kirschen und anderen Rosengewächsen wurde in der Vergangenheit zum Färben, zur Tintenproduktion und als Firnis von Gemälden eingesetzt. Heute gibt es keine Produktion von Gummi aus heimischen Gehölzen mehr. Jetzt wird Gummi arabicum alias E414 aus Afrika verwendet. Wer also regionalen Gummi für Backwaren verwenden möchte macht sich auf die Suche nach Kirschbäumen 🙂

Schlafstörungen

Unglaublich aber wahr – Sauerkirschen beinhalten ein Hormon oder besser gesagt das Schlafhormon schlechthin. Melatonin ist ein wichtiger Botenstoff der den Wach-Schlaf-Rhytmus unseres Körpers steuert. Nun kann ein Mangel an Melatonin zu Schlafstörungen führen. Die Zufuhr von Melatonin über Sauerkirschen unterstützt so Schlaftherapien (zum Beispiel Maßnahmen der Schlafhygiene). Es soll aber deutliche Unterschiede des Melatonin-Gehalts von Sauerkirschen geben. Darüber konnte ich aber aktuell leider keine Details finden. Wenn Du Etwas dazu weißt melde Dich doch bitte bei mir.

Wie auch immer – auch in diesem Zusammenhang macht es Sinn Kirschen aller Art in die Ernährung einfliessen zu lassen.

Kirschgummi als Heilmittel?

Alle Kirscharten geben bei Verletzung einen Gummi als Wundverschluss ab. Das ist kein Kirschharz, sondern eben Gummi. Der Kirschgummi ist wasserlöslich – zumindest zum größten Teil. Am liebsten Lutsche ich den Gummi einfach ohne weitere Aufbereitung. Aber auch ein Ansatz mit Wasser ist möglich. Ich sammle den Gummi wann immer sich die Gelegenheit ergibt und bewahre das „Kirschengold“ in einem dunklen Schraubglas auf.

Kirschgummi

Dioscorides Pedanios schreibt in der De Materia Medica über den Kirschgummi ebenso Positives. Neben dem Hustenmittel sieht er eine Wirkung bei Blasensteinen. Den Kirschgummi in etwas Wein ansetzen bis sich dieser aufgelöst hat. Dann beginnt der genüssliche Teil mit dem Trinken der „Medizin“. Ob diese Anwendung wirklich hilft kann ich nicht sagen. Ich beziehe mich auch die Quelle der De Materia Medice

 Wirkung von Kirschkernöl

Auch das Öl der Kirschkerne hatte früher Bedeutung und wird auch im Hier und Jetzt wieder mehr eingesetzt. Es geht dabei nicht um eine Therapie bei aktuen Beschwerden. Vielmehr spiel das Kirschkernöl eine vorsorgende Rolle oder als Ergänzung zu anderen Therapien.

Äusserlich bei Akne,

Inhaltsstoffe des Kirschkernöls im Überblick

  • Vitamin A
  • Vitamin E
  • Antioxidantien

Wenn Du an gutem Bio Öl interessiert bist, dass zu dem aus Deutschland stammt, dann bist Du vielleicht mit dem Produkt auch zufrieden
Preisübersicht Kirschkenöl 

Quellenangaben


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