Wundheilungsstörung

Heilkräuter zur Wundheilung

 

Fragen und Antworten zur Wundheilungsstörung

Was versteht man unter Wundheilungsstörung?

Wenn eine Wunde verzögert verheilt oder bei der Heilung nicht „normal“ verläuft spricht man von Wundheilungsstörung.

Welche Gründe gibt es für eine Wundheilungsstörung?

Die Ursachen sind sehr vielfältig. Die angeführte Liste ist nicht vollständig und nur als Beispiel zu verstehen.

Grunderkrankungen wie zum Beispiel Diabetes mellitus können bei den betroffenen Patienten Störungen bei der Wundheilung hervorrufen

  • Mangelernährung
  • Schwaches Immunsystem
  • Verringerte Hautdurchblutung
  • Krebserkrankungen

Dennoch ist die häufigste Art der Wundheilungsstörung die klassische Wundinfektion.

Warum kommt es bei Diabetes mellitus mit unter zu Wundheilungsstörungen?

Durch den konstant erhöhten Blutzuckerspiegel kann es zu langfristig zu Veränderungen in den Blutgefäßen kommen, was wiederum zu Durchblutungsstörungen führt.
Besonders die Extremitäten und bei Diabetikern der Fuß sind davon betroffen (Stichwort diabetischer Fuß).
Daher müssen Diabetiker besonders auf die Vorsorge achten und der Wundbehandlung viel Raum geben.

Als weiteres Stichwort muss die diabetische Neuropathie genannt werden – eine Nervenschädigung, die auch zu Problemen bei der Wundheilung führen kann.

Ist bei Vitaminmangel mit einer Wundheilsstörung zu rechnen?

Ja, es gibt Anzeichen die in diese Richtung gehen.
Ein Mangel an Vitamin C kann zu Wundheilsstörungen führen.
Vitamin C Mangel kommt in unserer Gesellschaft aber eher selten vor.
Daher ist das in der Regel nicht der Grund für die Störung sondern liegt wenn es um das Thema Ernährung geht in anderen Bereichen.
Denn auch Mineralien sind wichtige Bestandteile bei der Wundheilung!

Auch die Vitamine A, B10 und B 12 sind für die Heilung unerlässlich.

Welche Mineralien sind bei der Wundheilung wichtig?

Die Stoffe Eisen, L-Arginin, Glutamin,aber auch Zink und Selen sind wichtig um Wundheilungsstörungen vorzubeugen oder den Prozess der Wundheilung zu verbessern.

Ist L-Arginin bei der Wundheilung wichtig?

Ja! Es gibt Studien die zeigen, dass L-Arginin beim Auftreten einer Wundheilungsstörung den Verlauf und die Schwere der Störung nachhaltig verbessern.
Auch als Vorbeugung kann im Fall von bekannter schlechter Wundheilung die Aminosäure Arginin verwendet werden.
Weiterführende Information: Studie L-Arginin verbessert Wundheilung nach Volumenschock

Ist Zink bei der Wundheilung wichtig?

Ja auf jeden Fall. Doch sollte man Zink nicht leichtfertig zu sich nehmen, besonders muss man bei der Dosis sehr gut Acht geben.
Bei einem Zinkmangel ist das Immunsystem geschwächt und dazu kommt dann noch die Reduktion der Wundheilung.
Die auftretenden Wundheilungsstörungen können dann durch die verordnete und korrekt dosierte Gabe von Zink reduziert werden.

Gibt es Medikamente, welche die Wundheilung stören?

Ja, in der Tat gibt es Arzneien die Wundheilungsstörung hervorrufen.
Medikamente die das Zellwachstum oder die Zellteilung hemmen.
Gerinnungshemmer oder Medikamente, welche die Immunabwehr hemmen.
Als Nebenwirkung kann es dabei zu Störungen bei der Wundheilung kommen, da diese von Zellwachstum, gesunden Immunsystem und einer guten Blutgerinnung abhängt.

Gibt es Heilpflanzen bei schlecht heilenden Wunden?

Ja, aber hierbei muss klar sein, dass diese Heilkräuter nicht eigenmächtig verwendet werden dürfen sondern ausschließlich nach Rücksprache mit einem Arzt verabreicht werden.

Heilpflanzen für schlecht heilende Wunden sind:

  • Arnika
  • Beinwell
  • Kamille
  • Ringelblume
  • Spitzwegerich
  • Aloe
  • Hamamelis

Wichtig ist weiters, dass Heilpflanzen nur bei einfachen Wundheilsstörungen sinnvoll sein können.
Fragen Sie Ihren Arzt.

Kann man mit Homöopathie die Wundheilung fördern?

Es gibt die Möglichkeit mit Homöopathie eine Unterstützung bei der Wundheilung zu erreichen. Doch hilft nicht jedem Menschen diese Art der alternativen Anwendung.

Beispiele für Mittel sind:

  • Arnica montana (besonders vor Operationen als Prävention)
  • Sonnenhut
  • Ringelblume (Calendula)
  • Hamamelis

Interessant ist, dass sich die wichtigsten Mittel der Homöopathie mit denen der Physiotherapie gleichen.

Was sind Silikonfolien bei der Wundheilung wert?

Es gibt in der Tat Folien zum Aufkleben aus Silikon. Diese Folien versprechen die Wundheilung zu fördern und Narben zu vermeiden.

Narbenmassage – Was ist das?

Die Narbenmassage fördert die Wundheilung und sorgt für eine bessere Vernarbung. Besonders bei relativ frischen Narben ist die Narbenmassage eine sinnvolle Behandlung.

Wie die Narbenmassage korrekt durchgeführt werden muss und wie auch Sie Ihre Narbe selbst handeln können lesen Sie im Artikel Narbenmassage

Narbenmassage

Narbenmassage ist eine medizinisch anerkannte Methode um die Wundheilung zu beschleunigen und die Narbenbildung zu verbessern.

Die Narbenmassage fördert die Durchblutung des Narbengewebes und somit den Prozess der Heilung. Zusätzlich wird das harte Narbengewebe gelockert was zusätzlich positive Wirkungen zeigt.

Eine interessante Zusatzinformation: Die Massage wird mit Öl durchgeführt bzw. mit fetthaltigen Salben. Dadurch wird ebenfalls die obere Hautschicht geschmeidig gehalten und die Wundheilung angeregt.

Wie funktioniert die Narbenmassage?

Verwenden Sie auf jeden Fall Öl oder eine fetthaltige Salbe bei der Massage.

Die Narbe wird seitlich oder diagonal von oben nach unten massiert. Zusätzlich kann das Gewebe rund um die Narbe massiert werden.

Sehen Sie sich am Besten das folgende Video an um ein Gefühl zu bekommen, wie die Narbenmassage durchgeführt werden sollte.

Zu Ende der Massage ist es sinnvoll die Ränder der Narbe auszustreichen.

Welche Narben dürfen massiert werden?

Natürlich keine offenen Wunden. Erst ab der Narbenbildung nach Rücksprache mit dem Arzt darf die Massage der Narbe erfolgen.
Selbstbehandlung ist gut, aber nur nach medizinischer Abklärung!

Wie lange soll die Massage dauern?

Es geht bei dieser Art der Massage nicht um Minuten sondern um die Wiederholungen. Streichen Sie 10 mal über die Narbe. Dann sind Sie gut unterwegs.

Wie oft pro Tag soll man die Narbenmassage durchführen?

SIe können die Massage 2 bsi 3 mal pro Tag wiederholen.

Behandlungszeitraum – Wie lange läuft die Massage?

Wirkliche Ergebnisse können Sie nach ein paar Monaten erwarten. Nach einem Jahr sollen die Ergebnisse der Narbenmassage deutlich sichtbar sein.

L-Arginin als Unterstützung bei Wundheilungsstörung

In einer Studienarbeit wurde bereits im Jahr 2006 die Wirksamkeit von L-Arginin bei der Wundheilung nach traumatisch-hämorrhagischem Schockzuständen beschrieben.
Diese Art des Schocks wird auch Volumenstock genannt also steht im Zusammenhang mit einem hohen Blutverlust.
Solche Wunden weisen immer wieder eine Wundheilungsstörung auf. Der Autor Florian Wittmann hat den Zusammenhang zwischen der Gabe von L-Arginin und der Reduktion von Störungen bei der Wundheilung erforscht.

Hier der Link zur Forschungsarbeit.

Grundsätzlich ist L-Arginin bei Wundheilungsstörungen sinnvoll

L-Arginin ist unabhängig von der vorliegenden Forschungsarbeit bei Störungen der Wundheilung als Ergänzung eingesetzt werden.
Diese Aminosäure verursacht eine Verbesserung der Wirkung der Immunzellen die für Wundheilung zuständig sind.
Wundkomplikationen kann so vorgebeugt werden bzw. im Fall des Auftretens die Situation entschärfen.

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